Rechtliche Grundlagen
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der Cloud-Software „ZendWerk ERP" (nachfolgend „Software" oder „Dienst"), die zwischen ZendWerk (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden geschlossen werden.
1.2 Das Angebot von ZendWerk richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (B2B), juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausdrücklich ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt mit der Registrierung, dass er die Software ausschließlich im Rahmen seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit nutzt.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat. Dieses Erfordernis gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Leistung vorbehaltlos erbringt.
2.1 Vertragspartner und Betreiber der Plattform ZendWerk ist:
ZendWerk
[Rechtsform, z.B. Einzelunternehmen / GmbH in Gründung]
[Straße und Hausnummer]
38226 Salzgitter, Deutschland
E-Mail: kontakt@zendwerk.de
Website: https://zendwerk.de
USt-IdNr.: [wird nach Eintragung ergänzt]
Handelsregister: [wird nach Eintragung ergänzt]
2.2 Verbraucher haben die Möglichkeit, Streitigkeiten im Wege der Online-Streitbeilegung beizulegen. Hierzu können Verbraucher die von der Europäischen Kommission eingerichtete Plattform unter https://ec.europa.eu/consumers/odr nutzen. Da das Angebot sich ausschließlich an Unternehmer richtet, ist der Anbieter nicht verpflichtet, an einem Verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, und wird dies auch nicht tun.
3.1 Die Darstellung der Software auf der Website des Anbieters stellt eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar, kein verbindliches Angebot. Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Anbieter die Registrierung des Kunden durch eine Bestätigungs-E-Mail oder die Freischaltung des Zugangs ausdrücklich bestätigt.
3.2 Mit der Registrierung auf der Plattform beginnt eine kostenlose Testphase von 7 (sieben) Tagen. In dieser Zeit kann der Kunde die Software vollumfänglich testen. Für die Testphase fallen keine Entgelte an.
3.3 Automatischer Übergang: Kündigt der Kunde nicht innerhalb dieser 7-tägigen Testphase über das Dashboard des Kundenkontos, geht die Testphase automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement im bei der Registrierung gewählten Tarif über. Der Anbieter weist den Kunden mindestens 3 Tage vor Ablauf der Testphase per E-Mail auf den bevorstehenden Übergang hin.
3.4 Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Falsche Angaben (insbesondere zur Unternehmereigenschaft) berechtigen den Anbieter zur fristlosen Kündigung und Sperrung des Kontos.
3.5 Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache. Der Vertragstext (diese AGB) wird nach Vertragsschluss gespeichert und ist dem Kunden dauerhaft im Dashboard zugänglich.
4.1 Der Anbieter stellt dem Kunden die Software „ZendWerk ERP" als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Nutzung bereit. Eine Installation auf eigenen Systemen des Kunden ist nicht Gegenstand des Vertrags, sofern nicht ausdrücklich eine On-Premise-Option gebucht wurde.
4.2 Verfügbarkeit (SLA): Der Anbieter gewährleistet eine Erreichbarkeit der Software von 99,0 % im Jahresmittel, gemessen an der Verfügbarkeit des Dienstes an der Übergabepunkt des Rechenzentrums zum Internet (Netzwerkgrenze). Nicht berücksichtigt werden dabei Zeiten geplanter Wartungen sowie Ausfälle, die auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen (höhere Gewalt, Ausfall von Übertragungsnetzen Dritter etc.).
4.3 Wartungsarbeiten: Geplante Offline-Zeiten werden dem Kunden mindestens 7 Tage im Voraus per E-Mail oder im Dashboard angekündigt. Notfallwartungen (Security-Patches) können jederzeit ohne Vorankündigung durchgeführt werden; der Anbieter wird den Kunden unverzüglich im Nachhinein informieren.
4.4 Leistungsänderungen und Weiterentwicklung: Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Software jederzeit zu ändern, zu erweitern oder anzupassen (z.B. Hinzufügen neuer Module, Änderung der Benutzeroberfläche, technologische Umstellungen), sofern dies dem Kunden zumutbar ist und die vertraglich zugesicherten Kernfunktionen (Rechnungswesen, Zeiterfassung, Dokumentenverwaltung) erhalten bleiben.
4.5 Einstellung des Dienstes: Beabsichtigt der Anbieter, den Dienst vollständig einzustellen, wird der Kunde mindestens 6 (sechs) Monate vor dem geplanten Datum per E-Mail informiert. In diesem Fall hat der Kunde das Recht, seinen Vertrag zum Einstellungsdatum außerordentlich zu kündigen. Bereits gezahlte Entgelte für Zeiträume nach der Einstellung werden anteilig erstattet.
4.6 Unterauftragnehmer: Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch sorgfältig ausgewählte Unterauftragnehmer (Sub-Processor) erbringen zu lassen. Hierzu zählen insbesondere Rechenzentren (Hosting), KI-Anbieter (Groq AI) sowie Zahlungsdienstleister (Stripe). Eine aktuelle Liste der eingesetzten Sub-Processor ist auf Anfrage erhältlich und wird im Rahmen des Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung gestellt.
5.1 Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein nicht-exklusives, nicht übertragbares, auf den Kunden beschränktes Recht ein, die Software ausschließlich für eigene betriebliche Zwecke über das Internet zu nutzen (SaaS-Nutzungslizenz).
5.2 Die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Benutzerkonten richtet sich nach dem gebuchten Tarif. Das Anlegen von Benutzerkonten für Dritte (z.B. externe Dienstleister, Subunternehmer) ist nur dann zulässig, wenn diese Dritten dem Kunden gegenüber vertraglichen Pflichten unterliegen, die denen dieser AGB entsprechen, und der Anbieter vorab schriftlich zugestimmt hat.
5.3 Die Lizenz umfasst nicht das Recht:
5.4 Der Kunde behält das volle Eigentum und alle Rechte an den Daten, die er in die Software eingibt oder über diese verarbeitet (Kundendaten). Der Anbieter erwirbt hieran keine Eigentumsrechte. Der Kunde räumt dem Anbieter lediglich die technisch notwendigen Nutzungsrechte ein, um die Kundendaten zum Zweck der Vertragserfüllung verarbeiten zu können.
6.1 Dem Kunden ist es untersagt, die Software zu nutzen für:
6.2 Dem Kunden ist es weiterhin untersagt:
6.3 Bei Verstößen gegen Abs. 6.1 oder 6.2 ist der Anbieter berechtigt, den Zugang des Kunden unverzüglich und ohne vorherige Ankündigung zu sperren und den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Schadenersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
7.1 Zugangsdaten: Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten streng geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verlust oder Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten unter seinem Konto, sofern er den Missbrauch zu vertreten hat.
7.2 Pflicht zur Prüfung von KI-Ergebnissen: ZendWerk nutzt Künstliche Intelligenz (KI) u.a. für den automatisierten Belegscan, die Kategorisierung von Ausgaben sowie die Erstellung von Textentwürfen. KI-Systeme können – insbesondere bei schlechter Bildqualität, unvollständigen Daten oder unüblichen Formulierungen – fehlerhafte Ergebnisse liefern. Der Kunde ist ausdrücklich und eigenverantwortlich dazu verpflichtet, sämtliche von der KI erfassten, ausgelesenen oder generierten Daten vor der Übernahme in die Buchhaltung, vor dem DATEV-Export und vor dem Versand auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Plausibilität zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die KI ist ein Hilfsmittel, kein Ersatz für fachkundige Prüfung.
7.3 Eigene Datensicherung: Der Anbieter führt regelmäßige Backups der Datenbanken durch. Dies entbindet den Kunden jedoch nicht von seiner gesetzlichen und kaufmännischen Pflicht zur eigenständigen Datensicherung nach § 257 HGB und § 147 AO. Der Kunde ist verpflichtet, seine steuerlich relevanten Daten (Rechnungen, Belege, Buchungen, DATEV-Exporte) fortlaufend in unveränderlicher und maschinell auswertbarer Form lokal zu sichern.
7.4 Aktualisierung von Kontaktdaten: Der Kunde ist verpflichtet, seine im Konto hinterlegten Kontaktdaten (insbesondere E-Mail-Adresse, Unternehmensadresse, USt-IdNr.) stets aktuell zu halten, da diese u.a. für die Rechnungsstellung und für Benachrichtigungen zu Wartungsarbeiten oder Vertragsänderungen genutzt werden.
7.5 GoBD-Compliance: Für die ordnungsgemäße Buchführung nach den GoBD (Grundsätzen ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) ist allein der Kunde verantwortlich. Der Anbieter stellt geeignete Exportfunktionen (DATEV EXTF) bereit, übernimmt aber keine steuerberatende Funktion und keine Verantwortung für die steuerrechtliche Korrektheit der vom Kunden vorgenommenen Buchungen.
8.1 Soweit ZendWerk Schnittstellen zu Drittanbietern anbietet oder in die Plattform integriert (insbesondere das WhatsApp-Modul über die Meta Business API, Stripe für Zahlungsabwicklung, Groq für KI-Dienste), hängt die Funktionalität dieser Module dauerhaft von der Bereitstellung, Stabilität und den Richtlinien des jeweiligen Drittanbieters ab.
8.2 Ändert ein Drittanbieter seine API, seine Preisstruktur, seine Nutzungsbedingungen oder stellt er seinen Dienst ein, übernimmt der Anbieter keine Gewährleistung für die Weiterentwicklung des betroffenen Moduls in ZendWerk und keine Haftung für hieraus resultierende Ausfälle oder Funktionseinschränkungen.
8.3 Optionale Module, die gesondert zahlungspflichtig sind (z.B. WhatsApp-Integration), werden nach bestem Wissen des Anbieters weiterentwickelt. Im Falle einer dauerhaften Einstellung eines optionalen Moduls durch den Anbieter oder aufgrund von Drittanbieter-Änderungen wird der Aufpreis für dieses Modul ab dem Zeitpunkt der Einstellung anteilig erstattet oder mit zukünftigen Rechnungen verrechnet.
8.4 Der Kunde ist verpflichtet, Störungen an Schnittstellen unverzüglich dem Support zu melden. Links zu externen Diensten innerhalb der Plattform fallen nicht in den Verantwortungsbereich des Anbieters.
8.5 Soweit für die Nutzung von Drittanbieter-Diensten (z.B. WhatsApp Business API, Meta) gesonderte Nutzungsbedingungen des Drittanbieters gelten, ist der Kunde verpflichtet, diese einzuhalten. Der Anbieter ist nicht Vertragspartner des Kunden gegenüber diesen Drittanbietern.
9.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und seiner Nutzer ausschließlich zur Erfüllung des Vertrags sowie auf Grundlage der einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Näheres regelt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
9.2 Auftragsverarbeitung (AVV): Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung der Software personenbezogene Daten Dritter (z.B. Kundendaten, Mitarbeiterdaten) verarbeitet, ist der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ab, der auf Anfrage zur Verfügung gestellt wird und Bestandteil dieses Vertrags wird. Der Kunde ist als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung in seinem Zuständigkeitsbereich allein verantwortlich.
9.3 Das Hosting der Plattform und der Daten erfolgt ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union (Deutschland). Eine Übertragung in Drittländer findet nur statt, sofern die hierfür nach Art. 44 ff. DSGVO erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (z.B. Standardvertragsklauseln).
9.4 Der Anbieter verpflichtet sich, technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zu treffen, die dem Stand der Technik entsprechen und geeignet sind, die Sicherheit der Kundendaten zu gewährleisten (Verschlüsselung, Zugangskontrollen, regelmäßige Sicherheits-Audits).
9.5 Im Falle einer Datenpanne, die voraussichtlich ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen darstellt, informiert der Anbieter den Kunden unverzüglich und spätestens innerhalb von 72 Stunden, nachdem dem Anbieter die Verletzung bekannt geworden ist, damit der Kunde seinen eigenen Meldepflichten nach Art. 33 DSGVO nachkommen kann.
10.1 Sämtliche Rechte an der Software, einschließlich des Quellcodes, der Benutzeroberfläche, der Logos, Marken, Datenbankstrukturen, Algorithmen, Dokumentation und sonstiger urheberrechtlich geschützter Werke, stehen ausschließlich dem Anbieter oder seinen Lizenzgebern zu. Diese AGB übertragen kein Eigentum an diesen Rechten.
10.2 Der Kunde ist nicht berechtigt, Urheberrechtshinweise, Markenzeichen oder sonstige Schutzrechtsvermerke des Anbieters zu entfernen oder zu verändern.
10.3 Kundendaten: Der Kunde verbleibt alleiniger Eigentümer aller Daten, die er in die Software eingibt. Der Anbieter wird diese Daten nicht für eigene kommerzielle Zwecke oder zur Weitergabe an Dritte nutzen, es sei denn, dies ist zur Vertragserfüllung oder aufgrund gesetzlicher Pflichten erforderlich.
10.4 Feedback & Verbesserungsvorschläge: Übermittelt der Kunde dem Anbieter Feedback, Verbesserungsvorschläge oder Fehlermeldungen, räumt er dem Anbieter das nicht-exklusive, weltweite und dauerhafte Recht ein, dieses Feedback zur Verbesserung der Software zu nutzen, ohne eine gesonderte Vergütung zu schulden.
10.5 Der Anbieter ist berechtigt, den Namen und das Logo des Kunden (soweit öffentlich bekannt) in Referenzlisten und Marketingmaterialien zu nennen. Der Kunde kann dieser Verwendung jederzeit schriftlich widersprechen.
11.1 Die auf der Website angegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer (B2B-Nettopreise).
11.2 Die Abonnementgebühren sind für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) jeweils im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe Inc.
11.3 Kommt der Kunde in Zahlungsverzug (nach zweimaliger erfolgreicher Mahnung und Ablauf einer Nachfrist von 14 Tagen), ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software vorübergehend zu sperren. Die Verpflichtung zur Zahlung der Abonnementgebühren bleibt während der Sperrung bestehen. Der Anbieter ist während der Sperrzeit nicht zur Sicherstellung der Datenverfügbarkeit verpflichtet.
11.4 Preisanpassungen: Der Anbieter ist berechtigt, die Entgelte einmal pro Vertragsjahr anzupassen. Eine Preiserhöhung wird dem Kunden mindestens 6 (sechs) Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % des bisherigen Entgelts hat der Kunde das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung außerordentlich zu kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung ist innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Mitteilung über die Preiserhöhung schriftlich oder per E-Mail auszuüben.
11.5 Rechnungen werden dem Kunden per E-Mail in digitaler Form (PDF) zur Verfügung gestellt. Sie enthalten alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben gemäß § 14 UStG.
12.1 Monatstarife: Monats-Abonnements haben eine Mindestlaufzeit von einem Monat und verlängern sich automatisch jeweils um einen weiteren Monat, sofern nicht fristgerecht bis zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats über das Dashboard gekündigt wird.
12.2 Jahrestarife: Jahres-Abonnements haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr. Um einen Jahrestarif wirksam zu kündigen, sind kumulativ erforderlich: (a) Kündigung per E-Mail an den Support mindestens einen (1) Monat vor Ablauf der Jahresfrist UND (b) Ausführung der Kündigung über den entsprechenden Button im Dashboard. Eine Kündigung, die nur eine der beiden Bedingungen erfüllt, gilt nicht als fristgerechte Kündigung.
12.3 Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund: Beide Parteien haben das Recht, den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos schriftlich zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn:
12.4 Vorübergehende Sperrung: Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Zugang ohne vorherige Kündigung vorübergehend zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Missbrauch vorliegen, eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit der Infrastruktur oder anderer Kunden besteht oder gesetzliche Verpflichtungen dies erfordern. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über eine Sperrung und deren Grund.
12.5 Übertragung des Vertrags: Der Kunde ist nicht berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne die vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters auf Dritte zu übertragen. Der Anbieter ist berechtigt, den Vertrag im Rahmen einer Unternehmensübernahme, Fusion oder vergleichbaren Transaktion auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen; der Kunde wird hierüber rechtzeitig informiert und hat in diesem Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht.
13.1 Datenexport: Der Kunde hat jederzeit und insbesondere nach Vertragsende das Recht, seine in der Software gespeicherten Kundendaten in einem maschinenlesbaren Standardformat (z.B. CSV, PDF, DATEV-Export) zu exportieren. Exportfunktionen stehen dem Kunden bis zum Ende des Vertragsverhältnisses im Dashboard zur Verfügung.
13.2 Sperrung nach Kündigung: Nach Vertragsende werden die Zugänge des Kunden unverzüglich gesperrt. Der Kunde hat für einen Zeitraum von 30 (dreißig) Tagen nach Vertragsende auf Anfrage noch die Möglichkeit, seine Daten zu exportieren (Übergangsfrist).
13.3 Löschung: Nach Ablauf der 30-tägigen Übergangsfrist werden alle Kundendaten unwiderruflich und sicher aus den Produktivsystemen des Anbieters gelöscht. In Backup-Systemen vorhandene Daten werden spätestens nach Ablauf des regulären Backup-Aufbewahrungszeitraums (in der Regel 90 Tage) ebenfalls gelöscht. Daten, die der Anbieter aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (z.B. § 257 HGB, § 147 AO) speichern muss, werden für die gesetzlich vorgeschriebene Dauer aufbewahrt und danach gelöscht.
13.4 Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass er nach Ablauf der 30-tägigen Übergangsfrist nicht mehr in der Lage ist, gelöschte Daten wiederherzustellen. Es liegt in der Verantwortung des Kunden, seine Daten rechtzeitig zu exportieren und lokal zu sichern.
14.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
14.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vernünftigerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.
14.3 Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters – insbesondere für mittelbare Schäden, entgangene Gewinne, Datenverluste oder Schäden aus der Nutzung oder Nichtnutzbarkeit der Software – ausgeschlossen.
14.4 Haftungsausschluss KI: Da der Kunde nach § 7.2 dieser AGB ausdrücklich zur Prüfung sämtlicher KI-generierter Ergebnisse verpflichtet ist, schließt der Anbieter jegliche Haftung für fehlerhafte Buchungen, inkorrekte DATEV-Exporte oder daraus resultierende steuerliche oder rechtliche Nachteile aus, die auf ungeprüften oder unkorrigierten KI-Fehlern beruhen.
14.5 Datenverlust: Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für anfängliche Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) wird ausgeschlossen. Für Datenverluste haftet der Anbieter nur insoweit, als der Schaden auch bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Eigensicherung des Kunden (gemäß § 7.3 dieser AGB) entstanden wäre.
14.6 Höhere Gewalt (Force Majeure): Der Anbieter haftet nicht für Leistungsstörungen, die auf Umständen zurückzuführen sind, die außerhalb seines zumutbaren Einflussbereichs liegen (höhere Gewalt). Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terroranschläge, Pandemien, behördliche Anordnungen, Streiks, großflächige Internet- oder Stromausfälle sowie Angriffe auf die Infrastruktur durch Dritte (DDoS-Attacken). Der Anbieter ist in diesen Fällen von seiner Leistungspflicht für die Dauer des Ereignisses befreit und wird den Kunden unverzüglich informieren.
14.7 Haftungshöchstgrenze: Die Gesamthaftung des Anbieters gegenüber dem Kunden aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – außer in den Fällen des Abs. 14.1 – auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor Entstehung des Schadens gezahlten Abonnementgebühren begrenzt.
15.1 Der Kunde stellt den Anbieter und seine Mitarbeiter, Geschäftsführer und Beauftragten von sämtlichen Ansprüchen Dritter (einschließlich Behörden) frei, die aus einer vertrags- oder rechtswidrigen Nutzung der Software durch den Kunden oder durch seine Nutzer entstehen oder auf solche zurückzuführen sind. Dies umfasst insbesondere:
15.2 Die Freistellungspflicht des Kunden entfällt, soweit der Anbieter den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig mitverursacht hat. Der Anbieter ist verpflichtet, den Kunden unverzüglich über etwaige Ansprüche Dritter zu informieren.
16.1 Der Anbieter behält sich vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern oder zu ergänzen, insbesondere um neue gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, neue Dienste oder Module zu beschreiben oder unklare Formulierungen zu präzisieren.
16.2 Der Anbieter wird den Kunden über Änderungen dieser AGB mindestens 6 (sechs) Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten per E-Mail informieren. Die geänderten AGB werden dem Kunden in der E-Mail vollständig mitgeteilt oder der Kunde wird auf die entsprechende Seite auf der Website hingewiesen.
16.3 Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 4 (vier) Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung schriftlich oder per E-Mail, gelten die geänderten AGB als angenommen (Zustimmungsfiktion). In der Änderungsmitteilung wird der Anbieter ausdrücklich auf das Widerspruchsrecht, die Widerspruchsfrist und die Konsequenz des Nichtwidersprechens (Zustimmungsfiktion) hinweisen.
16.4 Im Falle eines wirksamen Widerspruchs gegen geänderte AGB haben beide Parteien das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB außerordentlich zu kündigen. Bis zur Kündigung gelten die bisherigen AGB fort.
17.1 Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der deutschen Kollisionsnormen.
17.2 Gerichtsstand: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Salzgitter, sofern der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
17.3 Schriftformklausel: Nebenabreden zu diesem Vertrag, Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform (E-Mail genügt). Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel selbst.
17.4 Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam, undurchführbar oder lückenhaft sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame oder fehlende Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
17.5 Online-Streitbeilegung (OS): Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer (B2B) richtet, ist der Anbieter nicht zur Teilnahme an einem Verbraucherstreitbeilegungsverfahren verpflichtet und nimmt hieran nicht teil.
17.6 Stand dieser AGB: 01. Mai 2026 (Version 1.1). Diese AGB ersetzen alle vorherigen Versionen.
Hinweis
Diese AGB wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, stellen jedoch keine Rechtsberatung dar. Für rechtlich verbindliche Fragen zum Vertragsinhalt empfehlen wir die Konsultation eines Rechtsanwalts. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an kontakt@zendwerk.de.